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Darts

Dart für Einsteiger

Du willst mit Dart anfangen, zu Hause oder mit der Stammtischrunde? Mehr als ein Board, ein Satz Pfeile und etwas Platz brauchst du nicht. Hier steht, wie du das Board richtig aufhängst, welche Pfeile zu dir passen und wie ein sauberer Wurf aussieht.

4 Min. Lesezeit

Die Ausrüstung

Für den Anfang reichen drei Dinge:

  • Ein Board: Für Steeldarts ist ein Board aus gepresstem Sisal der Standard. Die Löcher der Pfeile schließen sich darin wieder. Für E-Dart gibt es elektronische Boards mit Kunststoffspitzen, die automatisch zählen.
  • Pfeile: Steeldarts haben Metallspitzen, Softdarts Kunststoffspitzen. Die beiden passen nicht zum jeweils anderen Board.
  • Ein Schutz für die Wand: Ein Surround (Ring um das Board) oder eine Platte dahinter fängt Fehlwürfe ab.
Tipp

Kauf am Anfang kein teures Set. Ein solides Board und Pfeile im mittleren Gewicht reichen völlig. Was dir liegt, merkst du erst nach einigen Wochen.

Das Board richtig aufhängen

Damit Ergebnisse vergleichbar sind, gelten für Steeldart feste Maße. Diese Werte sind international üblich:

Übliche Maße für Steeldart
MaßWert
Höhe der Bullmitte über dem Boden1,73 m
Abstand Abwurflinie bis Boardvorderseite (waagerecht)2,37 m
Diagonale Bullmitte bis Abwurflinie am Boden2,93 m

Mit der Diagonale prüfst du, ob alles stimmt: Ein Maßband von der Bullmitte bis zur Abwurflinie muss 2,93 m zeigen. Die 20 hängt oben, das schwarze Segment der 20 zeigt also senkrecht nach oben.

E-Dart

Bei E-Dart ist der Abwurf meist etwas weiter entfernt, oft 2,44 m. Die Angaben unterscheiden sich je nach Verband und Automat. Prüf im Zweifel die Regeln der Liga oder die Anleitung des Boards.

Plane etwa einen Meter Platz links und rechts der Abwurflinie ein, damit Mitspieler und Zuschauer nicht im Weg stehen. Eine helle, blendfreie Lampe über dem Board hilft mehr, als man denkt.

Welche Pfeile passen zu mir?

Ein Dartpfeil besteht aus Spitze, Barrel (dem Griffteil), Schaft und Flight. Am meisten macht das Barrel aus:

  • Gewicht: Steeldarts liegen meist zwischen 18 und 26 Gramm. Viele Einsteiger kommen mit 21 bis 23 Gramm gut zurecht. Schwerere Pfeile fliegen ruhiger, leichtere brauchen einen kräftigeren Wurf.
  • Material: Wolfram-Barrels sind dünner bei gleichem Gewicht, die Pfeile stehen enger im Triple. Messing ist günstiger und dicker.
  • Griffzone: Eine Rändelung (Riffelung) gibt Halt. Wer leicht schwitzt, wählt eine kräftigere.

Schäfte und Flights sind Verschleißteile. Kürzere Schäfte und kleinere Flights machen den Flug direkter, längere und größere stabiler. Probier ruhig verschiedene Kombinationen aus, sie kosten wenig.

Stand, Griff und Wurf

  1. Stand: Rechtshänder stellen den rechten Fuß vorn an die Linie, schräg zum Board; der linke Fuß steht entspannt dahinter. Linkshänder umgekehrt. Das Gewicht liegt eher auf dem vorderen Fuß.
  2. Griff: Halte den Pfeil mit Daumen und zwei oder drei Fingern am Barrel, locker wie einen Stift. Zu festes Greifen macht den Wurf unruhig.
  3. Zielen: Auge, Pfeil und Ziel liegen auf einer Linie. Der Ellbogen zeigt Richtung Board.
  4. Wurf: Nur der Unterarm bewegt sich, der Oberarm bleibt möglichst ruhig. Zieh den Pfeil zurück und wirf in einer fließenden Bewegung nach vorn.
  5. Durchschwingen: Lass den Arm nach dem Loslassen weiter Richtung Ziel zeigen. Das hält die Richtung stabil.
Tipp

Wiederholbarkeit ist wichtiger als Schönheit. Ein ungewöhnlicher Wurf, der immer gleich ist, trifft besser als ein lehrbuchmäßiger, der jedes Mal etwas anders aussieht.

Das Board lesen

Das Board hat 20 Zahlensegmente. Jedes besteht aus einem großen Single-Feld, dem schmalen äußeren Double-Ring (zählt doppelt) und dem schmalen inneren Triple-Ring (zählt dreifach). In der Mitte liegen das Single-Bull mit 25 Punkten und das Bullseye mit 50 Punkten.

Die höchste Punktzahl mit einem Pfeil ist Triple 20 mit 60 Punkten, mit drei Pfeilen also 180. Gleich neben der 20 liegen allerdings die 1 und die 5. Viele Einsteiger zielen deshalb anfangs lieber auf die 19: Daneben liegen 7 und 3, ein Fehlwurf kostet weniger.

Die ersten Spiele

  • Around the Clock: von 1 bis 20 der Reihe nach. Ideal, um das ganze Board kennenzulernen.
  • 301 statt 501: Das Grundspiel mit kürzerer Distanz. Die Regeln von 501 gelten genauso. Für den Anfang kannst du Double Out weglassen und mit jedem Feld beenden.
  • Cricket: ohne Rechnen, dafür mit Taktik. Gut für zwei Spieler auf ähnlichem Niveau.
  • Shanghai: kurz, spannend und ein schöner Einstieg in den Abend.

Die Dart-App rechnet bei allen Spielen mit, zeigt den Rest an und schlägt dir im 501 den passenden Weg zum Finish vor. So lernst du die Checkouts nebenbei.

Typische Anfängerfehler

  • Zu fest werfen: Der Pfeil braucht keinen Schwung, nur eine saubere Richtung.
  • Der ganze Körper wirft mit: Bleib stehen und lehne dich nicht nach vorn, während du wirfst.
  • Ständig den Griff wechseln: Bleib einige Wochen bei einem Griff, bevor du etwas änderst.
  • Nur Spiele, kein Training: Zehn Minuten gezieltes Üben pro Abend bringen mehr als eine Stunde planloses Werfen. Ideen findest du bei den Trainingsspielen.

Häufige Fragen

Steeldart oder E-Dart – was ist besser für den Anfang?

Beides ist in Ordnung. E-Dart zählt automatisch und ist leiser, Steeldart ist näher am klassischen Spiel und braucht keinen Strom. Entscheidend ist, was in deiner Kneipe oder deinem Verein gespielt wird.

Wie schwer sollten meine ersten Pfeile sein?

Für Steeldart sind 21 bis 23 Gramm ein guter Start. Wenn die Pfeile zu sehr nach unten fallen, probier leichtere; wenn sie flattern, schwerere.

Wie hoch hängt ein Dartboard?

Die Mitte des Bulls hängt bei Steeldart 1,73 m über dem Boden. Die Abwurflinie ist waagerecht gemessen 2,37 m von der Boardvorderseite entfernt.

Wie schnell werde ich besser?

Wer zwei- bis dreimal pro Woche kurz und gezielt übt, merkt meist nach wenigen Wochen Fortschritte. Die Statistik der Dart-App zeigt dir, wie sich dein Average entwickelt.

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